9. August 2017

Immobilienwirtschaft

Klimagerechte Gebäudestandards erhöhen den Gebäudekomfort, senken dauerhaft die Betriebskosten und sichern die langfristige Vermietbarkeit einer Immobilie. Doch die Erfüllung aktueller Nutzungsanforderungen bei voller Flexibilität der Gebäudenutzung in der Zukunft aber auch die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels auf das Wohnraumklima unter Einhaltung ortsüblicher Mietpreise stellen hohe Anforderungen an zukunftsfähige Gebäudekonzepte. Neben effizienten Technikkonzepten gewinnen die „nicht-technischen Erfolgsfaktoren” zunehmend an Bedeutung. Dies gilt sowohl für den Wohnungsbau als auch für Gewerbeimmobilien. Ziel muss es daher sein, mit stimmigen Gesamtkonzepten (Gebäude+Technik+Nutzer) unnötige Aufwände und Kosten zu vermeiden. Dies wirkt sich letztlich sowohl auf die Baukosten als auch die späteren Betriebs- und Wartungskosten aus.

Moderation integraler Planungsprozesse

Integrale Planung bedeutet, sich mit allen relevanten Gewerken und Interessensvertretern konstruktiv und gleichberechtigt zum Wohle des Projektes auszutauschen, um gemeinsam die optimale Lösung zu finden. In Bauprozessen führen gute Gesamtkonzepte dazu, die Baukosten gering zu halten, indem Redundanzen und gegenseitige Beeinflussungen durch die jeweiligen Gewerke vermieden oder zumindest begrenzt werden. Mehrausgaben für die Planung werden durch ein schlüssiges Gesamtkonzept und durch niedrige Betriebskosten wieder aufgefangen. Je engagierter die Effizienzziele sind, desto wichtiger ist dieser Abstimmungsprozess, um die Werte im realen Betrieb auch tatsächlich zu erreichen. ewko besitzt Erfahrung in der Moderation solcher integralen Planungsprozesse und kann den Bauherren auch bei der Konzeptfindung unter Berücksichtigung aktueller Förderungen beraten.

Moderation von Beteiligungsprozessen

Für Wohnungsgesellschaften ist es enorm wichtig, ihre Mieter rechtzeitig und umfassend über geplante Sanierungsvorhaben zu informieren. Die Formen der Partizipation können ganz unterschiedlich geprägt sein und von der reinen Information über die Durchführung der Maßnahme bis zur Beteiligung an der Entscheidungsfindung reichen. Auch wenn der Aufwand für die Kommunikation zunächst mit dem Grad der Einbindung und Mitbestimmung steigt, erhöht sich mit steigender Identifikation auf Nutzerseite auch die Dauerhaftigkeit des Projekterfolges. Zudem können mögliche Widerstände frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. ewko besitzt mehrjährige Erfahrung mit der Organisation, Durchführung und Evaluation von Beteiligungsprozessen. Übergeordnetes Ziel ist es, den Partizipationsprozess grundsätzlich konstruktiv aber trotzdem situationsbezogen zu gestalten, um für alle Beteiligten ein gutes Gefühl zu schaffen, das sich auch positiv auf die Projektumsetzung auswirkt.

Mieterinformation

Bei vielen Effizienzprojekten – insbesondere im Wohngebäudebereich – lässt sich ein spannendes Phänomen beobachten, das oft als Reboundeffekt bezeichnet wird. Der Reboundeffekt ist ein Maß dafür, wie die spezifischen Energieverbräuche nach umfangreichen Sanierungen und anfänglich hohen Einsparungen gegenüber dem Ausgangszustand aufgrund eines veränderten Nutzerverhaltens mit der Zeit wieder zunehmen. Die Gründe hierfür reichen von der schlichten Fehlbedienung der Technik (z. B. Lüftungsanlagen) bis hin zum wachsenden Komfortanspruch. Gerade im modernisierten Wohnbereich können so Konflikte zwischen Mieter und Vermieter entstehen, denn die Erhöhung der Kaltmiete durch Umlage der Modernisierungskosten wird sehr oft über die Reduzierung der Energiekosten „legitimiert“. Eine regelmäßige, wiederkehrende Sensibilisierung zur ordnungsgemäßen Verwendung der Technik oder auch Aktionen zum bewussteren Umgang mit Energie können solchen Konflikten schnell entgegenwirken.


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