9. August 2017

Städte und Gemeinden

Aufgrund des Planungs­rechts besitzt die Kommune exklusive Steuerungs- und Regulierungs­möglichkeiten für eine nachhaltige Entwicklung des Gemeinde­gebiets. Zusätzliche Handlungs­optionen liegen in der Vorbild­wirkung sowie der Aktivierung und Vernetzung weiter lokaler Akteure oder auch in der Koordination von Energie­wende­projekten mit Bürgerbeteiligung vor Ort und in der Region oder auf interkommunaler Ebene.

ewko unterstützt Städte und Gemeinden im kommunalen Klimaschutzprozess und bietet u. a. folgende Beratungsleistungen an:

Entwicklung von Klimastrategien

Den Herausforderungen des Klimawandels kann sich keine Kommune mehr verschießen. Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen sind daher wichtige Bestandteile einer nachhaltigen Stadtentwicklung, die auf eine hohe Lebensqualität für die Bürger – heute und in der Zukunft – ausgerichtet ist. Die Kernpunkte der Stadtentwicklung sollten gemeinsam mit Bürgern und Akteuren erarbeitet und in einer politisch legitimierten Klimastrategie festgehalten werden.

Klimabilanz der Kommunalverwaltung

Der Anteil der Emissionen kommunaler Liegenschaften und Anlagen an der gesamtstädtischen Energie- und CO2-Bilanz beträgt weniger als 2 %. Sanierungen und andere Effizienzmaßnahmen sind auf dieser Betrachtungsebene kaum nachweisbar. Mit einer objektweisen Betrachtung der Liegenschaften und des Fuhrparks können die Effekte nachgewiesen werden. Zusätzlich zu den energiebezogenen Emissionen werden weitere emissionsträchtige Bereiche (Scope 3 nach GHP) bewertet. Dadurch entsteht eine ganzheitliche Klimabilanz, die nicht nur die Bildung eigener Kennwerte ermöglicht sondern auch die Vorbildwirkung der Kommunalverwaltung belegt.

Begleitung beim European Energy Award

Der European Energy Award (eea) stellt ein in mittlerweile acht Ländern Europas verbreitetes Instrument zur prozessorientierten Energie- und Klimaschutzpolitik in Städten und Gemeinden dar. Der eea eignet sich sowohl für den Einstieg in die kommunale Klimaschutzpolitik als auch als effizientes Controllinginstrument für vorhandene Klimaschutzkonzepte. Der eea-Prozess wird über die gesamte Projektlaufzeit von einem akkreditierten eea-Berater begleitet. Kommunen in NRW erhalten hierfür eine Förderung von bis zu 90 % der anrechenbaren Kosten.

Durchführung von Partizipations- und Beteiligungsprozessen

Partizipations- und/oder Beteiligungsprozesse sind heutzutage mindestens in den Fällen, in denen in irgendeiner Form die Lebensgewohnheiten anderer tangiert werden und damit eine Betroffenheit ausgelöst wird, unabdingbare Komponenten für die erfolgreiche Projektumsetzung. Die Form des Beteiligungsprozesses kann vielfältig sein und von der Informationsvermittlung zur Akzeptanzschaffung für die geplante Veränderungsmaßnahme bis zur Werbung um aktive Mitwirkung der Bürger oder bestimmter Akteursgruppen reichen.

Projektmanagement

Viele Kommunen verfügen über eine große Anzahl von Projektideen. Oftmals fehlt es aber an den personellen Ressourcen, um die Projekte in die Tat umzusetzen. Dies ist dann aus mehreren Gründen ärgerlich und kann weitreichende Konsequenzen haben; zum einen, weil es derzeit spannende Förder- und Zuschussprogramme gibt, zum anderen, weil viele Projektideen und/oder Konzepte unter Beteiligung externer Akteure entstanden sind, die Zeit und Engagement investiert haben.

Erstellung von Klimaschutzkonzepten

Bevor Projekte umgesetzt werden können, ist es notwendig, zunächst einmal das Problem zu definieren und unter Berücksichtigung der Situation vor Ort realistische Lösungsansätze zu entwickeln. Dies gilt auch für konkrete Klimaschutzmaßnahmen auf kommunaler Ebene. Die Ergebnisse einer solchen Analyse münden in der Regel in ein Konzept. Das BMUB fördert über die Kommunalrichtlinie die Erstellung von Klimaschutzkonzepten zu unterschiedlichen Schwerpunkten mit einem Zuschuss von bis zu 90 %.

Einstiegsberatung kommunaler Klimaschutz

Die Einstiegsberatung richtet sich an Gemeinden, die bisher keine oder nur wenig Erfahrung mit dem kommunalen Klimaschutz besitzen. Ziel der Einstiegsberatung ist es, eine Entscheidungsgrundlage für die weitere Ausgestaltung des Klimaschutzes vor Ort zu schaffen. Neben der Bewertung der klimaschutzbezogenen Ist-Situation werden mögliche Potenziale abgeschätzt und erste Ideen für Klimaschutzmaßnahmen entwickelt. Wichtig ist es aber auch die Voraussetzungen für die Verstetigung des Klimaschutzprozesses zu untersuchen. Das BMUB fördert die Einstiegsberatung zum kommunalen Klimaschutz mit einem Zuschuss von bis zu 90 %.


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